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Wissen · Werkzeuge und ihre Einsatzfelder

Effort in Claude Code

Von
Basar Seven
Handout · Claude Code
Stand
30.10.2026

Ein Ergebnis von Claude ist unbrauchbar. Liegt es am Auftrag, an der Sorgfalt oder am Wissen des Modells?

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Ausgangslage

Dieses Handout hilft Ihnen, die richtige Stellschraube zu finden und die Effort Stufe bewusst zu wählen.

Nach diesem Handout können Sie

  • erklären, was die Effort Einstellung verändert und was nicht,
  • für eine Aufgabe aus Ihrem Arbeitsalltag die passende Stufe begründen,
  • ein schwaches Ergebnis systematisch auf Auftrag, Sorgfalt oder Wissen zurückführen,
  • eine Aufgabe günstig entwerfen und gründlich prüfen lassen.

Hinweis zu den Beispielen

Belegt :
Zahlen aus Versuchen und Benchmarks stammen aus den Originalquellen von Anthropic und sind jeweils angegeben.
Simuliert :
Die Berufsbeispiele, Musterprompts und Musterergebnisse wurden für dieses Handout erstellt. Sie zeigen das in den Quellen beschriebene Verhalten, sind aber keine echten Läufe von Claude Code auf verschiedenen Stufen.

Drei Stellschrauben für ein besseres Ergebnis

Stellen Sie sich vor, Sie geben eine Aufgabe an eine Kollegin weiter. Wenn das Ergebnis nicht passt, gibt es drei mögliche Gründe: Ihr Auftrag war unklar, die Kollegin hat zu flüchtig gearbeitet, oder ihr fehlt schlicht das Fachwissen. Bei Claude ist es genauso, und für jeden Grund gibt es einen eigenen Hebel.

Auftrag und Unterlagen :
Was Sie Claude mitgeben: Prompt, Dateien, Werkzeuge, Skills.
Effort :
Wie viel Sorgfalt Claude in die Aufgabe steckt.
Modell :
Welches Wissen und welche Fähigkeiten überhaupt zur Verfügung stehen.
Modell (Fachwissen) :
Das Modell entspricht der Ausbildung einer Person. Was es weiß, wurde beim Training festgelegt. Ihre Unterlagen können die Antwort in eine Richtung lenken, erweitern das Wissen des Modells aber nicht dauerhaft.
Effort (Sorgfaltsauftrag) :
Effort entspricht dem Unterschied zwischen „schau bitte kurz drüber“ und „prüf das bitte so, als würde es morgen der Wirtschaftsprüfer sehen“. Dieselbe Person, ein anderer Anspruch an Gründlichkeit.

Sachgrundlage: Lydia Hallie, „Choosing a Claude model and effort level in Claude Code“, Anthropic, 07.07.2026. Vergleich mit Kollegin und Wirtschaftsprüfer: Edulitix.

Was auf höherer Stufe konkret anders läuft

Effort ist nicht nur „länger nachdenken“. Laut Anthropic verändert die Stufe das ganze Arbeitsverhalten.

Niedrige Stufe Hohe Stufe
01 Unterlagen : nur das Nötigste wird geöffnet. auch angrenzende Dateien werden gelesen.
02 Kontrolle : Ergebnis wird direkt geliefert. Zwischenstände werden getestet und gegengeprüft.
03 Selbst­ständigkeit : bei Unklarheit lieber Rückfrage an Sie. mehr Schritte am Stück, mehr eigene Entscheidungen.
04 Verbrauch : wenige Tokens. deutlich mehr, im Rechenbeispiel der Quelle rund das Siebenfache.

Quelle: Lydia Hallie, Anthropic, 07.07.2026 (Abschnitt „How Claude Code effort level works“)

Zum Merken

Sorgfalt lässt sich einstellen, Wissen nicht.

Welche Stufe passt zu Ihrer Situation?

Aktuelle Modelle kennen fünf Stufen. Bei Opus 5.5, Sonnet 5.5 und Haiku 5.5 ist ab Werk medium eingestellt.

Anthropic gibt an, dass Opus 5.5 auf medium in den eigenen Tests mindestens so gut abschneidet wie der Vorgänger Opus 5 auf high. Die alte Gewohnheit „sicherheitshalber high“ kostet also oft unnötig Budget.

Stufe, Ihre Situation und ein Beispiel aus dem Büro (Beispiele simuliert):
Stufe Ihre Situation Beispiel aus dem Büro
low : Sie wollen schnell Rohmaterial und entscheiden selbst, was weiter verwendet wird. Fünf Vorschläge für den Betreff einer Einladung zum Quartalsmeeting
medium : Der Auftrag ist klar, die Arbeit ist Routine. Protokoll aus Stichpunkten im Firmenformat erstellen
high : Ein Fehler wäre teuer, und es gibt vermutlich Ausnahmen. Zahlungseingänge vor dem Mahnlauf abgleichen
xhigh : Schwierige Aufgabe mit vielen Abhängigkeiten, höherer Verbrauch ist in Ordnung. Eine Excel Kalkulation mit vielen verknüpften Blättern umbauen
max : Claude soll eine schwere Aufgabe ganz ohne Sie erledigen. Ein kleines internes Werkzeug vollständig bauen und testen lassen

Zu max: Die Dokumentation weist darauf hin, dass der Zusatznutzen auf dieser Stufe abflacht und Claude dort zum Überdenken neigt. Testen Sie max deshalb erst an eigenen Aufgaben, bevor Sie es regelmäßig nutzen.

Sachgrundlage: Claude Code Docs, „Model configuration“, Abschnitt „Choose an effort level“. Situationsbeschreibungen und Beispiele: Edulitix.

Was die Versuche zeigen : Mehr Effort bringt mehr Umfang und mehr Eigenmächtigkeit

Thariq Shihipar aus dem Claude Code Team hat dieselbe Aufgabe auf allen Stufen bauen lassen: eine App für ein Trainingstagebuch. Zuerst nur mit einem Satz als Auftrag, danach mit einer ausführlichen Spezifikation.

Laufzeit je Stufe in Minuten (Opus 5.5), jeweils ein Satz als Auftrag und mit Spezifikation aus einem Interview:
Stufe Ein Satz als Auftrag Mit Spezifikation
low : 1,5 16
medium : 4 22
high : 11 33
max : 67 79
Ein Satz als Auftrag :
Mit jeder Stufe wuchs die App, und Claude fügte zunehmend Funktionen hinzu, um die niemand gebeten hatte. Die zusätzliche Arbeit floss also zu einem guten Teil in Vermutungen über Ihre Wünsche.
Mit Spezifikation :
Hier lagen die Ergebnisse aller Stufen dicht beieinander. Wenn die wesentlichen Entscheidungen schon getroffen sind, bleibt für die Stufe wenig Spielraum.

Quelle: Thariq Shihipar, „Using Claude Code: Spending your effort“, claude.dev, 25.09.2026, Abschnitt „Building with effort“

Wann es sich lohnt : Hohe Stufen finden Ausnahmen, aber keinen besseren Lösungsweg

Für schwere Aufgaben hat Thariq Shihipar die Ergebnisse des öffentlichen Benchmarks Terminal Bench 3.0 ausgewertet (370 Versuche je Stufe mit Fable 5.1). Zwei Fehlerarten entwickeln sich dabei sehr unterschiedlich:

auf der niedrigsten Stufe auf max
Ausnahme übersehen : 59 24 Fast um zwei Drittel gesunken.
Falsche Entscheidung im Lösungsweg : 133 107 Nur leicht gesunken.
Bestanden : 140 214 Deutlich gestiegen.
Erfolgsquote je Bereich, niedrige → höchste Stufen (Fable 5.1):
Security : 64 → 87 %
Hardware : 34 → 75 %
ML : 54 → 73 %
Wissenschaft : 41 → 61 %
Software : 43 → 56 %
Medien : 18 → 30 %
Betrieb (Büro) : 12 → 22 %

Die größten Sprünge zeigen Bereiche mit vielen versteckten Ausnahmen wie Security und Hardware. Regelgebundene Büroabläufe gewinnen am wenigsten. Zwei Einzelfälle aus derselben Quelle zeigen, woran es liegt:

Auswertung von Proteindaten (Opus 5.5) :
niedrig 0 von 5, hoch 4 von 5. Auf hoher Stufe wurden die Daten auf zwei Arten aufbereitet. Die Abweichung fiel auf und wurde geklärt.
Filter gegen eingeschleusten Code in Webseiten (Fable 5.1) :
niedrig 1 von 5, hoch 5 von 5 (xhigh). Der eigene Entwurf wurde wie von einem Angreifer geprüft und gegen eine Standardsammlung von Tests laufen gelassen.

Quelle: Thariq Shihipar, claude.dev, 25.09.2026 (FIG B, FIG C und Fallbeispiele; „niedrig“ fasst die zwei niedrigsten, „höchste“ die drei höchsten Stufen zusammen; je Aufgabe 5 Versuche)

Muster 1 · Rechnungswesen : Zahlungsabgleich mit Gegenprobe

Übertragung des Proteindaten Falls auf den Büroalltag. Simuliert: Daten fiktiv, Verhalten je Stufe nachgestellt. Belegt: Rechnung tatsächlich nachgerechnet.

Aufgabe an Claude:

„Hier sind die Ausgangsrechnungen Oktober und der Kontoauszug. Prüfe, ob alle Rechnungen bezahlt sind.“

Nachgestellt, flüchtiger Weg :
Summe Rechnungen 8.687,00 € gegen Summe Zahlungseingänge 8.687,00 €. Differenz 0,00 €. Fazit: „Alle Rechnungen sind bezahlt.“ Falsch.
Nachgestellt, gründlicher Weg :
Zusätzlich jede Rechnung einzeln über den Verwendungszweck abgleichen. Die Summe stimmt nur zufällig, weil sich zwei gleich hohe Beträge gegenseitig aufheben.
Einzelabgleich je Rechnung (Rechnung, Kunde, Betrag, Ergebnis):
Rechnung Kunde Betrag Ergebnis
R-1001 : Müller GmbH 1.190,00 € bezahlt
R-1002 : Schneider KG 2.380,00 € bezahlt
R-1003 : Becker AG 595,00 € bezahlt
R-1004 : Wagner OHG 1.785,00 € doppelt bezahlt (10. und 21.10.)
R-1005 : Hoffmann e.K. 952,00 € bezahlt
R-1006 : Koch GmbH 1.785,00 € offen
Besserer Auftrag:

„Prüfe, ob alle Ausgangsrechnungen Oktober bezahlt sind. Gleiche jede Rechnung einzeln über die Rechnungsnummer im Verwendungszweck ab. Prüfe zusätzlich die Summen. Wenn beide Wege nicht dasselbe Bild ergeben, kläre die Ursache, bevor du ein Fazit ziehst. Gib das Ergebnis als Tabelle mit Rechnungsnummer, Betrag und Status aus.“

Lehre: Eine Gegenprobe im Auftrag ist die günstigste Form von Sorgfalt. Erst wenn sie nicht reicht, lohnt eine höhere Stufe. Diesen Gedanken vertritt auch Addy Osmani in „What a task costs on Opus 5.5“ (claude.dev, 25.09.2026).

Muster 2 · Personal : Erst fragen lassen, dann bauen lassen

Übertragung des Spezifikationsversuchs auf eine Onboarding Checkliste. Simuliert: Fragen und Spezifikation im Chat erstellt.

Auftrag in einem Satz:

„Erstelle eine Checkliste für das Onboarding neuer Mitarbeitender im Vertrieb.“

Je höher die Stufe, desto mehr ergänzt Claude nach eigenem Ermessen, etwa ein Patenprogramm, ein Quiz oder einen Plan über drei Monate.

Auftrag mit Interview :
Claude klärt zuerst die offenen Punkte. Ihre Antworten werden zur Spezifikation, und für den eigentlichen Bau reicht danach meist eine niedrige Stufe.
Prompt Schritt 1:

„Ich möchte eine Checkliste für das Onboarding neuer Mitarbeitender im Vertrieb. Bevor du etwas erstellst: Stelle mir bis zu sechs Fragen zu allem, was dir für eine gute Checkliste fehlt. Fasse meine Antworten danach als kurze Spezifikation zusammen und warte auf meine Freigabe.“

Mögliche Rückfragen:

  • Für welche Rolle genau (Innendienst, Außendienst, Key Account)?
  • Welchen Zeitraum soll die Checkliste abdecken?
  • Wer ist für die einzelnen Punkte verantwortlich (Führungskraft, Personal, IT)?
  • Welche Systeme müssen freigeschaltet werden, zum Beispiel CRM und Angebotstool?
  • Welche Pflichtunterweisungen gibt es, etwa Datenschutz und Arbeitsschutz?
  • In welchem Format soll die Checkliste vorliegen?

Spezifikation nach den Antworten:

Rolle :
Innendienst Vertrieb
Zeitraum :
erste vier Wochen, gegliedert nach Woche
Spalten :
Aufgabe, verantwortlich, erledigt bis, Haken
Systeme :
CRM, Angebotstool, Telefonanlage
Pflicht :
Datenschutz Unterweisung in Woche 1
Format :
Tabelle, höchstens eine Seite
Nicht gewünscht :
Quiz, Patenprogramm

Die Zeile „Nicht gewünscht“ ist oft die wertvollste. Sie verhindert genau die Ergänzungen, die Claude auf hoher Stufe sonst eigenständig einbauen würde.

Drei Prüffragen in fester Reihenfolge

Wenn ein Ergebnis nicht passt, ist der Griff zum Effort Regler verlockend. Anthropic empfiehlt, zuerst beim eigenen Auftrag anzusetzen.

Daraus ergibt sich diese Reihenfolge:

  1. 1. Hatte Claude alles, was es brauchte?

    Prompt eindeutig, Dateien vollständig, nötige Werkzeuge und Skills verfügbar? Wenn nein: Auftrag nachbessern. Kein Regler.

  2. 2. Hat Claude geschludert?

    Datei übersprungen, nichts getestet, mittendrin aufgehört? Wenn ja: Effort erhöhen.

  3. 3. Hat Claude gründlich gearbeitet und liegt trotzdem sicher daneben?

    Dann fehlt Wissen, nicht Fleiß. Lösung: leistungsfähigeres Modell wählen.

Zum Merken: Sorgfalt lässt sich einstellen, Wissen nicht. Eine erfahrene Steuerberaterin mit zehn Minuten Zeit erkennt ein Problem oft auf Anhieb, liest aber nicht jede Belegzeile. Ein gewissenhafter Sachbearbeiter mit einem ganzen Tag Zeit prüft jede Zeile, kennt aber den seltenen Sonderfall aus der Rechtsprechung nicht. Ein großes Modell auf niedriger Stufe ähnelt der Steuerberaterin, ein kleineres Modell auf hoher Stufe dem Sachbearbeiter.

Vergleich angelehnt an das Bild von Fachleuten unterschiedlicher Erfahrung bei Lydia Hallie, Anthropic, 07.07.2026; übertragen von Edulitix.

Die Kernfrage der Quelle als kurzes Zitat:

„did it not try hard enough, or did it not know enough?“

(Lydia Hallie, „Choosing a Claude model and effort level in Claude Code“, Anthropic, 07.07.2026)

Arbeitsweise : Günstig entwerfen, gründlich abnehmen

Die Stufe muss nicht für die ganze Aufgabe gleich bleiben. Ein bewährtes Vorgehen: Entwurf und Abstimmung laufen auf niedriger Stufe, weil Sie ohnehin jedes Zwischenergebnis ansehen. Erst für die Endkontrolle wird hochgeschaltet. Thariq Shihipar beschreibt dieses Vorgehen als seine eigene Routine für neue Funktionen.

  1. Schritt 1 · low · Klären :

    „Ich möchte die Kundenumfrage Q3 (umfrage_q3.xlsx) auswerten. Frag mich zuerst nach allem, was dir für einen guten Bericht fehlt.“

  2. Schritt 2 · low · Entwerfen :

    „/effort low“, dann „Erstelle den ersten Entwurf nach unserer Spezifikation.“

  3. Schritt 3 · low · Nachsteuern :

    „Teile die Weiterempfehlungsquote nach Region auf. Diagramm 2 entfällt.“

  4. Schritt 4 · high · Abnehmen :

    „/effort high“, dann „Prüfe jede Kennzahl im Bericht auf einem zweiten Rechenweg gegen die Rohdaten und liste alle Abweichungen auf.“

Vorgehen: Thariq Shihipar, claude.dev, 25.09.2026. Beispielprompts: Edulitix (simuliert)

So treffen Sie die inhaltlichen Entscheidungen selbst und zahlen den höheren Verbrauch nur für die Kontrolle.

Bedienung : Effort einstellen

/effort : öffnet einen Schieberegler zur Auswahl
Enter im Regler : Stufe wird auch für spätere Sitzungen gespeichert
s im Regler : Stufe gilt nur in der laufenden Sitzung
/effort high : Stufe direkt setzen und speichern
/effort status : aktuelle Stufe anzeigen
max : wird nie dauerhaft gespeichert (Ausnahme: Umgebungsvariable CLAUDE_CODE_EFFORT_LEVEL)
ultrathink : Schlüsselwort im Prompt: nur diese eine Antwort läuft auf xhigh, danach gilt wieder die normale Stufe (ab Claude Code v2.1.311, das Wort erscheint dann in Regenbogenfarben)
effort: low : Zeile im Kopfbereich (Frontmatter) eines Skills oder Subagents; dieser arbeitet dann immer auf der genannten Stufe

Gut zu wissen: Mit Opus 5.5 über Abo oder API Schlüssel bleibt der Zwischenspeicher beim Stufenwechsel erhalten, ein Wechsel mitten in der Arbeit ist also unproblematisch. Über Amazon Bedrock, Google Cloud oder ein Gateway wird der Zwischenspeicher dabei geleert.

Quellen: Claude Code Docs, „Model configuration“; Addy Osmani, „What a task costs on Opus 5.5“, claude.dev, 25.09.2026

Faktencheck : Aussagen aus dem Video, gegen die Originalquellen geprüft

Fünf Stufen von low bis max : bestätigt (Docs)
Opus 5.5 steht ab Werk auf medium : bestätigt (Docs)
Hohe Stufe erzeugte im Beispiel etwa siebenmal so viele Tokens : bestätigt (Hallie, illustratives Beispiel)
Trainingstagebuch App, 1,5 Minuten auf low, 67 auf max : bestätigt (Thariq)
Proteindaten 0 von 5 niedrig, 4 von 5 hoch : bestätigt (Thariq, Opus 5.5)
Webseiten Filter 1 von 5 niedrig, 5 von 5 höher : bestätigt, genauer: 5 von 5 auf xhigh mit Fable 5.1
Regelgebundene Büroarbeit profitiert am wenigsten : bestätigt (Bereich Betrieb 12 → 22 %)
ultrathink hebt eine Antwort auf xhigh : bestätigt (Docs, ab v2.1.311)
Eigener Test des Videoautors (Kostenteiler App, 17 versteckte Tests, alle Stufen bestanden) : nicht unabhängig prüfbar, Einzelversuch
„Alles auf low, Fehlschläge auf high wiederholen: 97 % zu 17 Cent statt 95 % zu 29 Cent“ : in den geprüften Anthropic Quellen nicht gefunden
„Docs empfehlen xhigh für Arbeiten über eine halbe Stunde“ : nicht gefunden; die Docs beschreiben xhigh als tieferes Denken bei höherem Verbrauch

Stand der Prüfung 30.10.2026. Modellnamen, Werkseinstellungen und Befehle können sich mit neuen Versionen ändern.

Spickzettel: Fünf Regeln für jeden Tag

  1. Die Werkseinstellung ist Ihr Ausgangspunkt (bei Opus 5.5: medium).

  2. Niedrig, solange Sie jedes Zwischenergebnis selbst ansehen.

  3. Hoch, sobald ein Fehler teuer wäre oder Ausnahmen drohen.

  4. Bei schwachem Ergebnis: Auftrag, dann Sorgfalt, dann Wissen prüfen.

  5. Eine Gegenprobe im Prompt ist die günstigste Sorgfalt.

Übung: Welche Prüffrage greift?

Fall A · Vertrag (fiktiv): Claude fasst einen Dienst­leistungs­vertrag zusammen. Anlage 3 mit der Kündigungsfrist lag im Ordner, wurde aber nicht geöffnet.

Frage 2, Effort. Eine vorhandene Datei wurde übersprungen. Stufe erhöhen oder Anlage 3 im Auftrag ausdrücklich nennen.

Fall B · Reisekosten (fiktiv): Claude rechnet eine Reise­kosten­abrechnung mit veralteten Pauschalen. Die aktuelle interne Richtlinie wurde nicht mitgegeben.

Frage 1, Auftrag. Weder Stufe noch Modell ändern. Zuerst die aktuelle Richtlinie beifügen.

Fall C · Bilanzierung (fiktiv): Alle Unterlagen lagen vor, Claude hat sorgfältig gelesen und gegengeprüft. Die fachliche Einordnung eines komplexen Leasingvertrags ist trotzdem sicher vorgetragen und falsch.

Frage 3, Modell. Fleiß war vorhanden, Wissen nicht. Ein leistungsfähigeres Modell wählen.

Fall D · Excel (fiktiv): Claude ändert eine Formel in der Budgetdatei, testet nicht und meldet „fertig“. Die Summenzeile auf Blatt 2 zeigt jetzt einen Fehler.

Frage 2, Effort. Die Kontrolle wurde ausgelassen. Höhere Stufe oder ausdrücklichen Prüfauftrag geben.

Zum Weiterlesen

  1. [1]

    Choosing a Claude model and effort level in Claude Code

    Lydia Hallie, Anthropic, 07.07.2026

    Quelle öffnen
  2. [2]

    Using Claude Code: Spending your effort

    Thariq Shihipar, claude.dev Blog, 25.09.2026

    Quelle öffnen
  3. [3]

    Model configuration

    Anthropic, Claude Code Dokumentation, abgerufen am 30.10.2026

    Quelle öffnen
  4. [4]

    What a task costs on Opus 5.5

    Addy Osmani, claude.dev Blog, 25.09.2026

    Quelle öffnen

Über den Autor

Basar Seven

Basar Seven ist Gründer von Edulitix.

Er hat viele Jahre Finanzen und Controlling geleitet und war kaufmännischer Leiter eines Konzerns. Er ist Diplom-Kaufmann mit Executive MBA und Informatik­kaufmann (IHK). Heute ist er bundesweit Trainer für Bilanz­buchhalter, Controller und KI. Unternehmen berät er beim Einsatz von KI.

Dieses Handout stammt von Edulitix aus Essen. Edulitix begleitet die KI Einführung in Unternehmen von der ersten Idee bis zum produktiven Einsatz. Mit Inhouse KI Schulungen sorgen wir für echte KI Befähigung im Team, praxisnah und an Ihren eigenen Abläufen. Ein Schwerpunkt liegt auf KI in Controlling und Finance. edulitix.com

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